06.11.2003
Online-Magazin aus dem Container
Mannheim:
„Buschgirls“-Projekt soll Weg in den Beruf ebnen und Gemeinschaft
stärken
"Wenn
jeder nur ein
bisschen was gibt, funktioniert die Gemeinschaft", meinte Gertrud
Schrenk, Initiatorin des Mannheimer Projekts "Buschgirls.de".
 |
 |
| Die
Initiatorin des Projekts, Gertrud Schrenk (links) bei der Übergabe
mit
Hans-Georg Cibis, Leiter des Fachbereichs Wohnen und Stadterneuerung.
Foto: Teynor / Stadt Mannheim |
|
Die Grafikerin und Künstlerin ist vor
eineinhalb Jahren wegen der
lebendigen Atmosphäre in den Jungbusch gezogen. Mit der Idee des
Mädchen-Netzwerkes will sie nun ehrenamtlich ihren Beitrag
für das
Quartier leisten. Sie hat sich einiges vorgenommen und schon einiges
bewegt: Mit Hilfe von Sponsoren hat Schrenk einen zwar engen, doch
schmucken Container organisiert, der auf dem Grundstück neben der
Kauffmannmühle mietfrei abgestellt werden konnte. Den
Stromanschluss
legte die Hafengesellschaft Mannheim zum Materialpreis. Vom Arzt des
Viertels, Rainer Bindert, gab es eine Digitalkamera. Drei gut
ausgestattete Rechner steuerte die Stadt Mannheim mit
Unterstützung des
Urban II-Projektes zu, aus dem gleichen Topf wurde auch der Container
gegen Einbruch abgesichert. Diese Maßnahme war notwendig
geworden,
nachdem Unbekannte schon einmal einen Rechner aus dem Raum gestohlen
hatten.
Nun
dürfen die Mädchen ran: Sie sollen nach Vorstellung von
Schrenk als
eigenständige Redakteurinnen des Online-Projektes "Buschgirls.de"
Einblicke in die verschiedensten Tätigkeiten erhalten. "Als
Zielgruppe
haben wir Mädchen im Sinn, die sich im Berufsfindungsprozess
befinden",
meint die Initiatorin. Sie sollen neben allgemeinen
Bürotätigkeiten den
Umgang mit PC und Digitalkamera, das Programmieren von Internetseiten
sowie das Verfassen von Texten lernen und so Anregungen für ihre
Berufswahl erhalten. Durch die Arbeit für das Projekt soll auch
die
Kontaktfähigkeit der Mädchen und der Zusammenhalt des
Jungbuschs
gefördert werden. Aber auch die Außenwirkung der
Internetseite spielt
eine große Rolle, soll sie doch die Identifikation der Bewohner
mit
ihrem Viertel fördern.
Da die Kosten für den Unterhalt wie
Telefon, Internetanschluss und Strom noch nicht finanziert sind, hofft
Gertrud Schrenk auch hier auf Spenden. Informationen hierzu und
über
das Projekt auf www.buschgirls.de.
Weitere Themen im
Überblick >>>
|